Wappen der Familie von Rohr
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Familiengeschichte
Jahrhundertelang mit die Mächtigsten im Land

Die von Rohr’s sind ein altes Adelsgeschlecht, das schon um 1200 im Inn- und Kremstal ( Österreich / Bayern) erwähnt wird. Von dort gelangten Mitglieder der Familie in Kreuzzügen und Kriegen über die Altmark un den Raum Prignitz. Hier wurden sie für ihre Dienste vom Landesherren belehnt. Um 1250 beherrschten vor allem zwei „altedle Geschlechter“ die Prignitz: im Nordwesten die Gänse zu Pulitz und im Südosten die Plothos. Nachdem die Plothos verschwunden waren, traten an ihre Stelle u.a. die von Rohrs und breiteten sich südwärts aus. Um 1450 hatten die Rohrs in der Prignitz sechs Burgen und waren in drei Städten präsent. 1542 war das Rohrsche Geschlecht vom Steueraufkommen her die reichste der 32 Prignitzer Adelsfamilien. Während des Dreißigjährigen Krieges (1616-1648) wurde die Prignitz arg heimgesucht. 1625 raubten die „Kaiserlichen“ alles Vieh in Kyritz, 1627 verbrannten die Dänen Havelberg, 1629 wurde Freyenstein und Kyritz bestezt, 1631 brannte Kyritz fast vollständig ab. Pest, Viehsterben, Plünderungen, Kriegsabgaben und Hungersnöte ruinierten das Land. Im Jahr 1641 berichteten die Stände dem Kurfürsten, dass in der Prignitz von 40 Adelsgeschlechtern und 500 Bauern (Hüfner und Kossäten) nur noch zehn Adlige und 373 Bauern kümmerlich lebten: in Meyenburg, Freyenstein, Wittenberge und Putlitz gar keiner mehr. Während es bei den von Rohrs 1621 noch 31 mündige Männer über 25 Jahre gab, waren es 1645 nur noch 18.Kurfürst Friedrich Wilhelm ordnete nach dem Krieg eine Landesvisitation an. In der Prignitz erstellte der Landreiter Samuel Rose 1652 einen Bericht. Danach war wieder ein Bevölkerungszuwachs auf etwa zwei Drittel des Vorkriegsstandes zu verzeichnen. Das war nicht allein auf Geburten zurückzuführen, sondern auch auf Zuwanderungen aus Mecklenburg und aus der Gegend um Holstein, Hamburg, Lübeck u.a.
Der Name „von Rohr“ ist eng verbunden mit Meyensburg sowie mit den Dörfern Holzhausen, Zernitz, Penzlin, Leddin, Ganzer, Tramnitz, Trieplatz, Zernitz, Wulkow, Dannenwalde u.a. Hier hatten die Rohrs Güter, Einfluss und Macht. Sie gehöhrten noch 1850 zu den größten der 37 adligen Geschlechter der Prignitz und nahmen beim Grundbesitz Rang 4 ein. Auch in der Altmark und im Ruppinschen Kreis hatten sie Fuß gefasst und waren dort Gutsbesitzer.
Auffälig bei den Rohrs war, dass sie häufig zunächst einen militärischen Beruf ausübten und sich dann den gutsherrlichen Aufgaben widmeten oder im Staatsdienst wirkten. Es gab unter ihnen Hauptmänner der Prignitz und Vögte, Offiziere, Minister und Geistliche.

entnommen von Helumt Widrat, MAZ 30.10.01






   
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